Presse aktuell
Einigung für bessere Krippenschlüssel
Donnerstag, den 11. Dezember 2014 um 13:00 Uhr

LEA bewertet Einigung für bessere Krippenschlüssel positiv –
Monatelanger Druck von Eltern und Erziehern erfolgreich

Der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung in Hamburg (LEA) begrüßt den Beschluss der Kita-Vertragskommission, die Krippenschlüssel in Hamburg nachhaltig zu verbessern. „Es ist richtig und wichtig, den Personalschlüssel in den Hamburger Krippen bis spätestens 2019 auf 1 zu 4 anzuheben“, erklärt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen. „Wir sind erleichtert und froh, dass der monatelange Druck von Eltern und Erziehern die SPD schließlich zum Handeln bewegt hat. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass es vor 2019 nur sehr kleine Schritte zu Verbesserung gibt.“

„Hamburgs Eltern haben in den vergangenen Monaten immer wieder einen verbindlichen Fahrplan für die Verbesserung der Qualität in Hamburger Kitas gefordert. Dieser liegt nun vor“, lobt LEA Vorstandsmitglied Angelika Bock. Der LEA begrüßt, dass die Träger und Behörde in den kommenden zehn Jahren auch den Personalschlüssel für Elementargruppen auf 1 zu 10 anheben wollen.

Als problematisch sieht der LEA den angekündigten Finanzierungsbeitrag der Träger: „Wir fragen uns, ob Hamburger Kitas die jährlichen Steigerungsraten wirklich pauschal um 0,5 Prozentpunkte kappen können, ohne die Betreuung unserer Kinder in den kommenden Jahren schleichend zu verschlechtern“, meint LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen. Zudem setze die SPD zur Finanzierung des Pakets in nicht unerheblichem Umfang auf Bundesmittel. „Das ist legitim. Sollten Bundeszuschüsse aber ausbleiben, darf dies nicht verhindern, dass vereinbarte Ziele auch umgesetzt werden.“
Zudem seien Fehl- und Krankheitszeiten in den Verbesserungen zunächst nicht berücksichtigt worden. Der Personalschlüssel von 1 zu 4 bis 2019 sei damit eine rechnerische Größe, die nicht der Empfehlung der Bertelsmann-Stiftung von 1 zu 4 entspreche, so der LEA. „Wir begrüßen es jedoch, dass sich die Träger und Behörde darauf verständigt haben, hier in den kommenden zehn Jahren nachzubessern“, sagt LEA Vorstandsmitglied Tobias Joneit. Positiv sei zudem, dass Träger und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) über die Berücksichtigung mittelbarer Arbeit in den Kita-Gutscheinen verhandeln wollen.

Der LEA ruft Verbände, Politik und BASFI auf, künftig mit allen Parteien gemeinsam auf Augenhöhe zu verhandeln, um die Betreuungsqualität in Hamburg zu verbessern. „Es ist absurd, dass die Eltern an den Gesprächen über den Landesrahmenvertrag noch immer nicht beteiligt werden“ kritisiert LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Wie wir hören, war am Mittwoch sogar die SPD-Fraktion als Gast zur Vertragskommission geladen. Das hätten sich Hamburgs Eltern auch gewünscht, weil sie über die Eigenanteile einen erheblichen Anteil zur Finanzierung des Kita-Systems leisten“, ergänzt Björn Staschen.

Vor dem Hintergrund der Einigung regt der LEA an, den angekündigten Aktionstag „5 vor 12“ an diesem Freitag zu nutzen, um mit Eltern in den Dialog zu treten. „Mit schlichten Schließungen von Kitas ist niemandem geholfen“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Vanessa Mohnke. Denn Hamburgs Eltern stünden fest an der Seite von Kita-Trägern und Erziehern in dem Ziel, die Betreuungsqualität zu verbessern. „Sie dürfen daher nicht in erster Linie von solchen Aktionstagen getroffen werden“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Christian Dietz. Es gebe viele gute Beispiele, wie Kitas den Freitagnachmittag zu fantasievollen Aktionen nutzen, um gemeinsam mit Eltern über mittelbare pädagogische Arbeit zu sprechen. „Wer hier den Dialog durch Kita-Schließung verhindert, verfehlt die Chance auf eine gemeinsame Aktion.“

 

 
Krippenpaket
Montag, den 24. November 2014 um 21:33 Uhr

SPD-Fraktion beantragt zusätzliches Geld für Krippen:
„Ein sehr kleiner Schritt, aber in die richtige Richtung“

Der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung in Hamburg (LEA) begrüßt den Beschluss der SPD-Fraktion, die Betreuung von Krippenkindern zu verbessern. „Das ist ein erster, sehr kleiner Schritt, aber immerhin: Er geht in die richtige Richtung“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen.
„Eine Anhebung der Krippenschlüssel für die unter-18-Monate alten Kinder um 10 Prozent verbessert die Situation nur minimal. Auch nach dieser kleinen Korrektur betreut Hamburg seine Krippenkinder schlechter als jedes andere westdeutsche Bundesland.“
LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock ergänzt: „Wir freuen uns, dass sich die SPD nach über einem Jahr Stillstand endlich wieder bewegt. Zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl zeigen die Proteste der Eltern Wirkung.“ Sozialsenator Scheele habe über Monate behauptet, bei der Kindertagesbetreuung sei „das Ende der Fahnenstange“ erreicht, so Bock. „Dass die SPD-Fraktion nun doch einen neuen Vorstoß unternimmt, begrüßen wir aus vollem Herzen", sagt Bock.
Entscheidend sei nun, dass die SPD noch vor der Wahl erklärt, wie sie die Situation in Hamburger Kindertageseinrichtungen in der kommenden Legislaturperiode und darüberhinaus verbessern will. „Unser Ziel bleibt ein Krippenschlüssel von 1 zu 3, den auch unabhängige Wissenschaftler empfehlen“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Sven Utcke. „Auch wir wissen, dass sich dieser nicht von heute auf morgen erreichen lässt. Die SPD muss einen Fahrplan vorlegen, in welchen Schritten sie dieses Ziel erreichen will.“
„Auch in den Elementargruppen und GBS-Standorten müssen sich auf lange Sicht mehr Fachkräfte um unsere Kinder kümmern“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Lili Gries. „Zudem brauchen die Erzieher mehr bezahlte Zeit für mittelbare pädagogische Arbeit.“

Der LEA ist bereit, sich an einer gemeinsamen Anstrengung mit Trägern, Behörden und Senat zu beteiligen, um diese Ziele zu erreichen. „Eine befriedigende Verbesserung wird aber nur gelingen, wenn der Senat die Gespräche ernst nimmt und sie, anders als bisher, kontinuierlich und ernsthaft führt“, so Staschen. „Zu den viel beschworenen Verhandlungen auf Augenhöhe gehört für uns auch, dass der LEA an den Gesprächen über den Landesrahmenvertrag beteiligt wird. Bisher werden Verträge, die auch zu Lasten der Eltern gehen, ohne jede Elternbeteiligung verhandelt“, kritisiert Staschen.

 
LEA-Umfrage zu GBS an Hamburger Schulen: Senator muss Sorgen der Eltern und Schüler ernst nehmen!
Montag, den 03. November 2014 um 00:00 Uhr

Hunderte Eltern sorgen sich um die Qualität der ganztägigen Betreuung ihrer Kinder an Hamburger Schulen. Das ist ein Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage, die der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung (LEA) online durchgeführt hat. Mehr als 300 Eltern aus etwa 100 Einrichtungen haben sich daran beteiligt.

„Unsere Umfrage kann nicht repräsentativ sein, weil dem LEA dafür die finanziellen Mittel fehlen“, erläutert Lili Gries, Ganztags-Expertin im LEA-Vorstand. „Wir sind jedoch erfreut, dass hunderte Eltern aus vielen Einrichtungen teilgenommen haben.“ Ein Lichtblick der Befragung sei die Sicht auf die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher: Acht von zehn Eltern lobten deren Freundlichkeit, Engagement und Einsatz. „Personal und Träger leisten tolle Arbeit in einem schwierigen Umfeld“, erläutert Gries.

Die Rahmenbedingungen der ganztägigen Betreuung nimmt rund die Hälfte der Befragten als „negativ“ wahr, darunter beispielsweise den schlechten Betreuungsschlüssel. Nur vier von zehn befragten Eltern halten die Räume der Ganztagsbetreuung für angemessen, weil Ruhe- und Tobezonen fehlten. Viele Eltern kritisierten auch die Situation beim Mittagessen, für das in ungeeigneten Räumen oft zu wenig Zeit bleibe.

„Hunderte Eltern nennen Kritikpunkte, die der LEA seit langem äußert“, resümiert Lili Gries. „Senator Rabe sollte den Beitrag der Eltern zur Verbesserung von GBS und GTS daher ernster nehmen als bisher.“ Der LEA kritisiert, dass bei den GBS-Schulbegehungen nur wenige, von den Schulen ausgewählte Eltern teilnehmen durften. „Der LEA ist bereit, seinen von sozialwissenschaftlich exzellent ausgebildeten Unterstützern entwickelten Fragebogen der Schulbehörde zur Verfügung zu stellen, um auf derselben Grundlage eine repräsentative Befragung in Auftrag zu geben“, so Lili Gries. „Sie wird wichtige Ansatzpunkte ergeben, um die Betreuung unserer Kinder zu verbessern. Dieses Ziel verfolgen wir alle gemeinsam.“

Insgesamt beteiligten sich 315 Eltern an der Online-Befragung, für die sie sich mit Emailadresse registrieren mußten. Die Möglichkeit zur Beteiligung bestand vom 13. Mai bis 26. Juni, so daß die teilnehmenden Eltern auf fast ein Schuljahr zurückblicken konnten.

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LEA warnt SPD vor Bruch ihres Wahlversprechens - Landeselternausschuss fordert mehr Geld für Hamburger Kitas
Montag, den 27. Oktober 2014 um 20:58 Uhr

Hamburg. - Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) warnt die Hamburger SPD davor, eines ihrer Wahlversprechen zu brechen. „Die SPD hatte den Hamburger Eltern vor der letzten Bürgerschaftswahl zugesagt, in die Qualität von Kindertagesstätten zu investieren. Dieses Versprechen würde der Senat brechen, wenn er nicht weitere Mittel für die Kitas bereitstellt“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen drei Tage vor der großen Demonstration für mehr Personal in Hamburger Kitas.

Die SPD hatte dem LEA in einer Vereinbarung zugesichert, die von der Vorgängerregierung eingeführte Gebührenerhöhung rückgängig zu machen. Zudem hatte sie zugesagt, die fünfstündige Betreuung für alle Kinder gebührenfrei zu stellen. „Diese Zusagen für den quantitativen Ausbau der Kita-Plätze hat die SPD gehalten. Ebenso wichtig war Hamburgs Eltern jedoch die Zusage, dass die Qualität der Kitas sich nicht verschlechtern würde“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Genau dies passiert jedoch gerade.“

Viele Studien, darunter der renommierte Bertelsmann-Ländermonitor für frühkindliche Bildung, belegen dies: „Hamburg mutet seinen Unter-Dreijährigen mittlerweile die schlechteste Betreuung aller westdeutschen Bundesländer zu“, erklärt Björn Staschen. „Wie kann der Senat da behaupten, beim Kita-Thema sei das Ende der Fahnenstange erreicht? Gleichzeitig will er zwei Milliarden Euro in Olympische Spiele investieren und zahlt Millionen-Bürgschaften für die HSH-Nordbank. Das passt nicht zusammen“, meint Staschen.

Der LEA fordert den Senat auf, mit einem neuen Angebot auf die Kita-Träger zuzugehen. „Die Verhandlungen um den neuen Landesrahmenvertrag dürfen nicht von der Unbeweglichkeit des Senats blockiert werden. Dafür ist die Betreuung unserer Kinder zu wichtig“, meint Angelika Bock.

Der LEA hatte Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, die Gebührenbefreiung für die fünfstündige Kita-Betreuung um ein Jahr zu verschieben. „Die Eltern wollten ein Zeichen setzen und durch die eingesparten Mittel den Einstieg in die Verbesserung der Qualität erleichtern“, erklärt Staschen. Scholz sei darauf nicht eingegangen.

„Bis heute haben wir vom Ersten Bürgermeister kein Wort zum Thema gehört. Es ist an der Zeit, dass er sich des Themas annimmt und die nötigen Mittel im Haushalt freimacht, damit Hamburg eine familienfreundliche Stadt bleibt.“

„Der LEA unterstützt die Forderung nach 25 Prozent mehr Personal in Hamburger Kitas. Denn in vielen Einrichtungen gehen die Erzieherinnen und Erzieher auf dem Zahnfleisch. Nur, weil sie sich über die Maßen engagieren, funktioniert das Kita-System in Hamburg noch“, sagt Bock.

„Wir fordern alle Eltern auf, sich an der Demonstration des Kita-Netzwerkes am 30. Oktober zu beteiligen“, erklärt Bock. Auch viele LEA-Eltern würden ab 16.30 Uhr protestieren und an den Kundgebungen am Theudor-Heuss-Platz (Dammtorbahnhof) und am Gerhart-Hauptmann-Platz teilnehmen.

In vielen Kitas würden derzeit zudem Elternvertreterinnen und Elternvertreter gewählt. „Wir setzen darauf, dass sich viele Eltern engagieren, damit die Bezirkselternausschüsse und der Landeselternausschuss in der Diskussion eine starke Stimme bleiben.“

 
GBS-Schulbegehungen sind erst der Anfang
Donnerstag, den 02. Oktober 2014 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat die Schulbehörde aufgefordert, die Ergebnisse der GBS-Schulbegehung ernst zu nehmen. „Die Begehung von 124 GBSGrundschulen ist ein guter Anfang“, sagt LEA-Vorstand Angelika Bock. „Nun liegen viele Probleme und Schwierigkeiten auf dem Tisch, die die Schulbehörde im Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und Erziehern bearbeiten kann.“

„Die GBS-Begehungen haben gezeigt, dass das Zusammenspiel von Vor- und Nachmittag entscheidend für das Gelingen von GBS ist“, erklärt Bock. LEA, Elternkammer und viele Trägerverbände hätten darauf seit langem hingewiesen. „An dieser Erkenntnis kann die Schulbehörde nun nicht mehr vorbei: Sie muss mehr Geld ausgeben, um den Übergang zwischen Schule und Trägerbetreuung zu verbessern.“

Der LEA begrüßt, dass seit langem geforderte Verbesserungen für GBS nun endlich umgesetzt werden. „Regelmäßige Standortbesuche, Best-Practice-Beispiele, zusätzliche Reinigungsintervalle und Lärmschutzmaßnahmen können helfen, GBS besser zu machen“ so Angelika Bock.

Problematisch sei nach wie vor die Raumsituation an vielen Standorten. „Kinder brauchen Platz zum Relaxen, zum Toben, zum Essen, für die Kurse, aber auch, um sich einmal zurückziehen zu können.“ Die Schulbehörde müsse das Raumangebot dringend weiterentwickeln. „Der Verkauf von Schulflächen ist dabei kontraproduktiv“, so Bock.

Mit Blick auf die Betreuungsschlüssel kritisiert der LEA, dass rechnerische Durchschnittsgrößen der Gruppen nicht weiterhelfen. „Wichtig ist der Blick auf die tatsächliche Gruppengröße. Es mag in den Kursangeboten zu kleineren Gruppen kommen, aber wie sieht es mit den Kindern aus, die nicht im Kurs sind?“ fragt Bock. Ein großer Kritikpunkt der Begehungen sei in der Pressemitteilung der Schulbehörde zudem weitestgehend unerwähnt geblieben: Die Hausaufgabenbetreuung.

Das Pilotprojekt Vollzeitverträge für qualifiziertes Personal kann dazu beitragen, die Fluktuation bei Erziehern und Honorarkräften einzudämmen. „Solche Versuche, das System zu verbessern, begrüßt der LEA ausdrücklich.“ sagt Bock.

Bock zeigte sich enttäuscht, dass die Ergebnisse später vorgelegt gelegt wurden als angekündigt. „Beim Runden Tisch GBS hätten der Dialog über die Weiterentwicklung von GBS beginnen können“ sagt Bock. „Leider standen dort keine Informationen zur Verfügung.

„74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und –schüler, die die Ganztagsangebote nutzen, deren Lehrer und Erzieher haben das Recht auf eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Ganztagsbetreuung und die dazu erforderlichen Mittel.“ Mit der Realisierung der jetzt vereinbarten Maßnahmen sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.

Zwischen Februar und Juni 2014 wurden alle 124 GBS-Grundschulen besucht. Die Ergebnisse dieser Besuche wurde am 30.09.14 von der BSB in einer Pressekonferenz vorgestellt.

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