Presse aktuell
Krippenpaket
Montag, den 24. November 2014 um 21:33 Uhr

SPD-Fraktion beantragt zusätzliches Geld für Krippen:
„Ein sehr kleiner Schritt, aber in die richtige Richtung“

Der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung in Hamburg (LEA) begrüßt den Beschluss der SPD-Fraktion, die Betreuung von Krippenkindern zu verbessern. „Das ist ein erster, sehr kleiner Schritt, aber immerhin: Er geht in die richtige Richtung“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen.
„Eine Anhebung der Krippenschlüssel für die unter-18-Monate alten Kinder um 10 Prozent verbessert die Situation nur minimal. Auch nach dieser kleinen Korrektur betreut Hamburg seine Krippenkinder schlechter als jedes andere westdeutsche Bundesland.“
LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock ergänzt: „Wir freuen uns, dass sich die SPD nach über einem Jahr Stillstand endlich wieder bewegt. Zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl zeigen die Proteste der Eltern Wirkung.“ Sozialsenator Scheele habe über Monate behauptet, bei der Kindertagesbetreuung sei „das Ende der Fahnenstange“ erreicht, so Bock. „Dass die SPD-Fraktion nun doch einen neuen Vorstoß unternimmt, begrüßen wir aus vollem Herzen", sagt Bock.
Entscheidend sei nun, dass die SPD noch vor der Wahl erklärt, wie sie die Situation in Hamburger Kindertageseinrichtungen in der kommenden Legislaturperiode und darüberhinaus verbessern will. „Unser Ziel bleibt ein Krippenschlüssel von 1 zu 3, den auch unabhängige Wissenschaftler empfehlen“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Sven Utcke. „Auch wir wissen, dass sich dieser nicht von heute auf morgen erreichen lässt. Die SPD muss einen Fahrplan vorlegen, in welchen Schritten sie dieses Ziel erreichen will.“
„Auch in den Elementargruppen und GBS-Standorten müssen sich auf lange Sicht mehr Fachkräfte um unsere Kinder kümmern“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Lili Gries. „Zudem brauchen die Erzieher mehr bezahlte Zeit für mittelbare pädagogische Arbeit.“

Der LEA ist bereit, sich an einer gemeinsamen Anstrengung mit Trägern, Behörden und Senat zu beteiligen, um diese Ziele zu erreichen. „Eine befriedigende Verbesserung wird aber nur gelingen, wenn der Senat die Gespräche ernst nimmt und sie, anders als bisher, kontinuierlich und ernsthaft führt“, so Staschen. „Zu den viel beschworenen Verhandlungen auf Augenhöhe gehört für uns auch, dass der LEA an den Gesprächen über den Landesrahmenvertrag beteiligt wird. Bisher werden Verträge, die auch zu Lasten der Eltern gehen, ohne jede Elternbeteiligung verhandelt“, kritisiert Staschen.

 
LEA-Umfrage zu GBS an Hamburger Schulen: Senator muss Sorgen der Eltern und Schüler ernst nehmen!
Montag, den 03. November 2014 um 00:00 Uhr

Hunderte Eltern sorgen sich um die Qualität der ganztägigen Betreuung ihrer Kinder an Hamburger Schulen. Das ist ein Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage, die der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung (LEA) online durchgeführt hat. Mehr als 300 Eltern aus etwa 100 Einrichtungen haben sich daran beteiligt.

„Unsere Umfrage kann nicht repräsentativ sein, weil dem LEA dafür die finanziellen Mittel fehlen“, erläutert Lili Gries, Ganztags-Expertin im LEA-Vorstand. „Wir sind jedoch erfreut, dass hunderte Eltern aus vielen Einrichtungen teilgenommen haben.“ Ein Lichtblick der Befragung sei die Sicht auf die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher: Acht von zehn Eltern lobten deren Freundlichkeit, Engagement und Einsatz. „Personal und Träger leisten tolle Arbeit in einem schwierigen Umfeld“, erläutert Gries.

Die Rahmenbedingungen der ganztägigen Betreuung nimmt rund die Hälfte der Befragten als „negativ“ wahr, darunter beispielsweise den schlechten Betreuungsschlüssel. Nur vier von zehn befragten Eltern halten die Räume der Ganztagsbetreuung für angemessen, weil Ruhe- und Tobezonen fehlten. Viele Eltern kritisierten auch die Situation beim Mittagessen, für das in ungeeigneten Räumen oft zu wenig Zeit bleibe.

„Hunderte Eltern nennen Kritikpunkte, die der LEA seit langem äußert“, resümiert Lili Gries. „Senator Rabe sollte den Beitrag der Eltern zur Verbesserung von GBS und GTS daher ernster nehmen als bisher.“ Der LEA kritisiert, dass bei den GBS-Schulbegehungen nur wenige, von den Schulen ausgewählte Eltern teilnehmen durften. „Der LEA ist bereit, seinen von sozialwissenschaftlich exzellent ausgebildeten Unterstützern entwickelten Fragebogen der Schulbehörde zur Verfügung zu stellen, um auf derselben Grundlage eine repräsentative Befragung in Auftrag zu geben“, so Lili Gries. „Sie wird wichtige Ansatzpunkte ergeben, um die Betreuung unserer Kinder zu verbessern. Dieses Ziel verfolgen wir alle gemeinsam.“

Insgesamt beteiligten sich 315 Eltern an der Online-Befragung, für die sie sich mit Emailadresse registrieren mußten. Die Möglichkeit zur Beteiligung bestand vom 13. Mai bis 26. Juni, so daß die teilnehmenden Eltern auf fast ein Schuljahr zurückblicken konnten.

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LEA warnt SPD vor Bruch ihres Wahlversprechens - Landeselternausschuss fordert mehr Geld für Hamburger Kitas
Montag, den 27. Oktober 2014 um 20:58 Uhr

Hamburg. - Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) warnt die Hamburger SPD davor, eines ihrer Wahlversprechen zu brechen. „Die SPD hatte den Hamburger Eltern vor der letzten Bürgerschaftswahl zugesagt, in die Qualität von Kindertagesstätten zu investieren. Dieses Versprechen würde der Senat brechen, wenn er nicht weitere Mittel für die Kitas bereitstellt“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen drei Tage vor der großen Demonstration für mehr Personal in Hamburger Kitas.

Die SPD hatte dem LEA in einer Vereinbarung zugesichert, die von der Vorgängerregierung eingeführte Gebührenerhöhung rückgängig zu machen. Zudem hatte sie zugesagt, die fünfstündige Betreuung für alle Kinder gebührenfrei zu stellen. „Diese Zusagen für den quantitativen Ausbau der Kita-Plätze hat die SPD gehalten. Ebenso wichtig war Hamburgs Eltern jedoch die Zusage, dass die Qualität der Kitas sich nicht verschlechtern würde“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Genau dies passiert jedoch gerade.“

Viele Studien, darunter der renommierte Bertelsmann-Ländermonitor für frühkindliche Bildung, belegen dies: „Hamburg mutet seinen Unter-Dreijährigen mittlerweile die schlechteste Betreuung aller westdeutschen Bundesländer zu“, erklärt Björn Staschen. „Wie kann der Senat da behaupten, beim Kita-Thema sei das Ende der Fahnenstange erreicht? Gleichzeitig will er zwei Milliarden Euro in Olympische Spiele investieren und zahlt Millionen-Bürgschaften für die HSH-Nordbank. Das passt nicht zusammen“, meint Staschen.

Der LEA fordert den Senat auf, mit einem neuen Angebot auf die Kita-Träger zuzugehen. „Die Verhandlungen um den neuen Landesrahmenvertrag dürfen nicht von der Unbeweglichkeit des Senats blockiert werden. Dafür ist die Betreuung unserer Kinder zu wichtig“, meint Angelika Bock.

Der LEA hatte Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, die Gebührenbefreiung für die fünfstündige Kita-Betreuung um ein Jahr zu verschieben. „Die Eltern wollten ein Zeichen setzen und durch die eingesparten Mittel den Einstieg in die Verbesserung der Qualität erleichtern“, erklärt Staschen. Scholz sei darauf nicht eingegangen.

„Bis heute haben wir vom Ersten Bürgermeister kein Wort zum Thema gehört. Es ist an der Zeit, dass er sich des Themas annimmt und die nötigen Mittel im Haushalt freimacht, damit Hamburg eine familienfreundliche Stadt bleibt.“

„Der LEA unterstützt die Forderung nach 25 Prozent mehr Personal in Hamburger Kitas. Denn in vielen Einrichtungen gehen die Erzieherinnen und Erzieher auf dem Zahnfleisch. Nur, weil sie sich über die Maßen engagieren, funktioniert das Kita-System in Hamburg noch“, sagt Bock.

„Wir fordern alle Eltern auf, sich an der Demonstration des Kita-Netzwerkes am 30. Oktober zu beteiligen“, erklärt Bock. Auch viele LEA-Eltern würden ab 16.30 Uhr protestieren und an den Kundgebungen am Theudor-Heuss-Platz (Dammtorbahnhof) und am Gerhart-Hauptmann-Platz teilnehmen.

In vielen Kitas würden derzeit zudem Elternvertreterinnen und Elternvertreter gewählt. „Wir setzen darauf, dass sich viele Eltern engagieren, damit die Bezirkselternausschüsse und der Landeselternausschuss in der Diskussion eine starke Stimme bleiben.“

 
GBS-Schulbegehungen sind erst der Anfang
Donnerstag, den 02. Oktober 2014 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat die Schulbehörde aufgefordert, die Ergebnisse der GBS-Schulbegehung ernst zu nehmen. „Die Begehung von 124 GBSGrundschulen ist ein guter Anfang“, sagt LEA-Vorstand Angelika Bock. „Nun liegen viele Probleme und Schwierigkeiten auf dem Tisch, die die Schulbehörde im Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und Erziehern bearbeiten kann.“

„Die GBS-Begehungen haben gezeigt, dass das Zusammenspiel von Vor- und Nachmittag entscheidend für das Gelingen von GBS ist“, erklärt Bock. LEA, Elternkammer und viele Trägerverbände hätten darauf seit langem hingewiesen. „An dieser Erkenntnis kann die Schulbehörde nun nicht mehr vorbei: Sie muss mehr Geld ausgeben, um den Übergang zwischen Schule und Trägerbetreuung zu verbessern.“

Der LEA begrüßt, dass seit langem geforderte Verbesserungen für GBS nun endlich umgesetzt werden. „Regelmäßige Standortbesuche, Best-Practice-Beispiele, zusätzliche Reinigungsintervalle und Lärmschutzmaßnahmen können helfen, GBS besser zu machen“ so Angelika Bock.

Problematisch sei nach wie vor die Raumsituation an vielen Standorten. „Kinder brauchen Platz zum Relaxen, zum Toben, zum Essen, für die Kurse, aber auch, um sich einmal zurückziehen zu können.“ Die Schulbehörde müsse das Raumangebot dringend weiterentwickeln. „Der Verkauf von Schulflächen ist dabei kontraproduktiv“, so Bock.

Mit Blick auf die Betreuungsschlüssel kritisiert der LEA, dass rechnerische Durchschnittsgrößen der Gruppen nicht weiterhelfen. „Wichtig ist der Blick auf die tatsächliche Gruppengröße. Es mag in den Kursangeboten zu kleineren Gruppen kommen, aber wie sieht es mit den Kindern aus, die nicht im Kurs sind?“ fragt Bock. Ein großer Kritikpunkt der Begehungen sei in der Pressemitteilung der Schulbehörde zudem weitestgehend unerwähnt geblieben: Die Hausaufgabenbetreuung.

Das Pilotprojekt Vollzeitverträge für qualifiziertes Personal kann dazu beitragen, die Fluktuation bei Erziehern und Honorarkräften einzudämmen. „Solche Versuche, das System zu verbessern, begrüßt der LEA ausdrücklich.“ sagt Bock.

Bock zeigte sich enttäuscht, dass die Ergebnisse später vorgelegt gelegt wurden als angekündigt. „Beim Runden Tisch GBS hätten der Dialog über die Weiterentwicklung von GBS beginnen können“ sagt Bock. „Leider standen dort keine Informationen zur Verfügung.

„74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und –schüler, die die Ganztagsangebote nutzen, deren Lehrer und Erzieher haben das Recht auf eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Ganztagsbetreuung und die dazu erforderlichen Mittel.“ Mit der Realisierung der jetzt vereinbarten Maßnahmen sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.

Zwischen Februar und Juni 2014 wurden alle 124 GBS-Grundschulen besucht. Die Ergebnisse dieser Besuche wurde am 30.09.14 von der BSB in einer Pressekonferenz vorgestellt.

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Vorreiter für bessere Ganztagsschule – der Paritätische Hamburg startet wegweisende Initiative
Sonntag, den 07. September 2014 um 00:00 Uhr

Nach der Quantität folgt die Qualität:
Die Schulbehörde informiert in ihrer Pressemitteilung vom 19.08.: „74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und -schüler wollen am Nachmittag in der Schule bleiben.“ Der LEA Hamburg sieht, anders als die Schulbehörde nicht allein ein „wollen“ sondern häufig auch ein „müssen“, als Grund der hohen Beteiligungsquote.
„Viele Eltern in Hamburg sind aufgrund der hohen Lebenskosten (Miete, Essen, Bekleidung, Gelder für Schulmittel, für die Begleitung zum Schwimmunterricht, für das Mittagessen der Kinder an den Schulen und in den KITAs, Beiträge für die frühkindliche Betreuung, …) gezwungen, ihre Kinder in eine Ganztagsbetreuung zu geben, um arbeiten gehen und das Geld dafür verdienen zu können“ so Thorsten Peters, Mitglied des LEA Vorstandes.


„Wir sehen den Anmelderekord nicht wie Senator Rabe als hervorragendes Zeugnis für Hamburgs Ganztagsschulen. Wir sehen ihn eher in der Notwendigkeit auf einen Betreuungsplatz begründet. Einzig aufgrund hervorragender Arbeit und übermenschlichen Einsatzes der Akteure vor Ort kann ein gutes Angebot trotz widriger Umstände stattfinden“, ergänzt Angelika Bock, Mitglied des LEA Vorstandes „wir freuen uns, dass der Senator mit uns der Meinung ist, dass jetzt die kontinuierliche Verbesserung der Qualität im Fokus stehen muss.“

Ein ganz entscheidender Faktor liegt im Zusammenspiel zwischen Vor- und Nachmittag.
Dort wo beide Systeme zu einer Einheit zusammenfinden statt nur nacheinander abzulaufen, profitieren alle Beteiligte davon.

Die Ganztagsschule heute ist geprägt von einer engen Taktung: am Vormittag Schule, anschließend Mittagessen, bzw. Hausaufgaben und schließlich der Nachmittag mit Kursen. Es fehlt die sinnvolle Verknüpfung des Vor- und Nachmittages.

Und genau hier setzt die wegweisende Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an, in der mit sechs „Leuchttürmen“ als „Vorreiter für bessere Ganztagsschule“ aufgezeigt werden soll, mit welchen Mitteln dies möglich ist.

Bessere Verzahnung der Schule und des Kooperationspartners durch eine tägliche gemeinsame Stunde. Der Erzieher wird nicht erst zum Nachmittag, sondern bereits ab der letzten Schulstunde tätig werden dürfen.

Die zentralen Botschaften des Projektes sind nicht neu: Das Kind im Mittelpunkt, die Gemeinsamkeit zweier verschmelzender Systeme betonen und der Stadtteil soll eingebunden werden.

Wir freuen uns, dass sich in Hamburg sechs Schulen und ihre Kooperationspartner mit der Initiative „Wir gehen aufs Ganze“ auf den Weg machen, um mit mehr gemeinsamer Zeit ein besseres Ganztagsangebot zu gestalten.

Weitere Informationen zu den Inhalten den Initiative, zu den teilnehmen Standorten usw., auf der Webseite www.wir-gehen-aufs-ganze.de

 
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