Presse Aktuell
Gebührenrückerstattung GBS
Donnerstag, den 04. Februar 2016 um 07:56 Uhr

LEA begrüßt die Rückerstattung der GBS Gebühren -
Abschluss des Erzieherstreiks für Schuleltern nach über 8 Monaten

Vor ziemlich genau 8 Monaten endete der Streik in Hamburger Kindertagesstätten und der Nachmittagsbetreuung an GBS Schulen, vor 3 Monaten wurde der Tarifstreit endgültig beigelegt. 4 Wochen lang war während des Streiks entweder gar keine oder nur eine eingeschränkte Betreuung möglich. Während sich die Träger in den Kindertagesstätten recht schnell zu einer Rückerstattung der Elternbeiträge für die nicht erfolgte Betreuung bereit erklärten, wurde die Geduld der Schuleltern auf eine lange Probe gestellt.

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat wiederholt und nachdrücklich eine Rückerstattung der Elternbeiträge eingefordert. „Die Eltern hatten einen Großteil der Last des Streiks zu tragen, sie mussten kurzfristig und über einen längeren Zeitraum alternative Betreuungen organisieren und teilweise auch ihren Jahresurlaub in Anspruch nehmen. Gleichzeitig brauchten die Träger ihren streikenden Mitarbeitern kein Gehalt zahlen – da ist es nur fair, den Eltern zumindest ihren Elternbeitrag für die bestreikte Zeit zurückzuerstatten“ sagt LEA Vorstandsmitglied Tobias Joneit.

Inzwischen hat der LEA die Zusage der Schulbehörde, dass die Eltern ihre Elternbeiträge zurückfordern können. Sie sollen über die Schulleitungen informiert werden und können über ein Online Portal unbürokratisch ihren Anspruch geltend machen. „Wir begrüßen es sehr, dass endlich eine Lösung gefunden wurde und die Eltern damit das Thema Streik hoffentlich abschließen können“ freut sich LEA Vorstandsmitglied Manja Scheibner.
Angelika Bock, ebenfalls Mitglied des LEA Vorstands, merkt allerdings an: „Es ist verwunderlich, dass es 8 Monate dauern musste, bis den Eltern diese Möglichkeit eingeräumt wird. Inzwischen hat eine ganze Klassenstufe die Grundschulen verlassen, was
nicht nur den Kommunikationsaufwand für die Schulleitungen erhöht“. Und auch LEA Vorstandsmitglied Andrea Abshagen ist nachdenklich: „Jetzt müssen die Eltern noch einmal genau nachzählen, an welchen Tagen ihr Kind in der Schule betreut wurde und an welchen nicht. Wie genau die Schulbehörde dies nachprüfen will oder wie hoch die zurückzuerstattende Beiträge am Ende tatsächlich sein werden, ist uns ein Rätsel“.

Anliegend unsere PM zum Download und Zeitungsartikel zu unserer PM

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Februar 2016 um 17:40 Uhr
 
Volksinitiative Guter Ganztag zur Anhörung im Schulausschuss
Donnerstag, den 07. Januar 2016 um 09:29 Uhr

"Volksinitiative Guter Ganztag zur Anhörung im Schulausschuss - Gesprächsbereitschaft auf allen Seiten"

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) begrüßt ausdrücklich die von den Regierungsparteien und der Schulbehörde geäußerte Gesprächsbereitschaft mit der Initiative.

„Die hohe Anmeldequote für die Ganztagsbetreuung an Schulen zeigt deutlich, wie viele Menschen auf dieses Angebot angewiesen sind. Es sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob die dortigen Verhältnisse auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden“, sagt LEA Vorstandsmitglied Angelika Bock, die während der Anhörung dabei war. „Die Volksinitiative hat im Schulausschuss eindrucksvoll dargestellt, dass es hierbei deutliche Nachbesserungen geben muss und der Blick aufs Kind bisher zu wenig beachtet wurde. Insbesondere die räumliche Ausstattung mit vorwiegend Klassenzimmern entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen von Kindern, die einen Großteil ihrer Freizeit und Kindheit nun dort verbringen.“

Tobias Joneit, der die Ganztags-AG im LEA leitet und ebenfalls Mitglied des Vorstands ist, ergänzt: „ Wir bekommen immer mehr Rückmeldungen von Eltern und Erziehern, dass es so nicht weitergehen kann. Die Arbeitsplätze sind so unattraktiv, dass nahezu kein Fachpersonal mehr in diesem Bereich zu akquirieren ist. Hinzu kommen hohe Krankheitsstände, die kaum noch aufgefangen werden können und den Ursprung auch in den Rahmenbedingungen vor Ort haben.“

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen des Runden Tisches GBS die Schulbehörde darauf angesprochen, dass eine bessere Verzahnung zwischen Vor- und Nachmittag wünschenswert ist. Die BSB wollte die rechtlichen Voraussetzungen abklären und nach Lösungen suchen“ wirft Angelika Bock ein.

Der LEA appelliert daher an den Senat, die Forderungen der Volksinitiative ernst zu nehmen und Verbesserungen umzusetzen, die dringend notwendig sind.

“Auch wenn Senator Rabe immer wieder öffentlich betont, dass der Ganztag an Schulen ein Erfolgsmodell sei, zeigen sich nun mal deutliche Schwachstellen, auf die auch wir als LEA bereits hingewiesen haben und die man nicht mehr ignorieren kann“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Christian Dietz. „Besonders im Hinblick auf das Thema Inklusion, die auch die Integration von Flüchtlingskindern beinhaltet, bedarf es einer möglichst zeitnahen Umsetzung der Forderungen der Initiative.“

Der LEA unterstützt die Initiative „Guter Ganztag“ seit Anbeginn und wird auch weiterhin die notwendigen Verbesserungen einfordern.

 


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