Presse Aktuell
Warnstreiks in Kitas und Schulen wecken negative Erinnerungen
Donnerstag, den 21. April 2016 um 06:33 Uhr

Warnstreiks in Kitas und Schulen wecken negative Erinnerungen

• neue Streiks verunsichern Eltern
• Eltern bereit für gemeinsame Aktionen statt Streik
• soziale Berufe weiterhin aufwerten

Für Freitag, den 22. April, rufen die Gewerkschaften zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. Damit wird auch in Hamburger Kitas und GBS-Einrichtungen von ASB (Arbeiter-Samariter-Bund), Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH, Hamburger Schulverein 1875 e. V., der Rudolf-Ballin-Stiftung und des Studierendenwerkes gestreikt.

„Der Dauerstreik über vier Wochen im Sommer letzten Jahres hat Eltern und Kinder an die Grenze der Belastbarkeit gebracht - oft darüber hinaus. Auch die Geduld von Kollegen und Arbeitgebern war am Ende“, erinnert sich LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Neue Streiks wecken diese negativen Erinnerungen. Das führt bei vielen zu Unsicherheit aber auch Wut.“

„Die ersten Rückmeldungen von Eltern, die wir erhalten, zeigen ein sehr differenziertes Bild – von absoluter Unterstützung bis zu genereller Ablehnung. Vielen Eltern ist nicht bewusst, dass es einen Unterschied gibt zwischen den Warnstreiks jetzt und im letzten Jahr. Sie fürchten erneute Dauerstreiks, die nicht mehr tragbar wären“, wirft Tobias Joneit ein, ebenfalls LEA Vorstandsmitglied.

Derzeit finden reguläre Tarifverhandlungen aller im öffentlichen Dienst Beschäftigten statt.
Im Gegensatz dazu streikten im letzten Jahr die Gewerkschaftsmitglieder im Rahmen der Aufwertungskampagne für soziale Berufe.

LEA Vorstandsmitglied Andrea Abshagen erklärt: „Als LEA haben wir die Aufwertungskampagne unterstützt. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass der Erzieherberuf attraktiver werden muss in Bezug auf Arbeitsbedingungen und -zeiten.“

„Wir fordern die Gewerkschaften auf, die Eltern an ihre Seite zu holen. Für gemeinsame Aktionen bestand auch im letzten Jahr eine große Bereitschaft. Neue Streiks hingegen üben wieder nur Druck auf die Eltern aus, den sie nicht weitergeben können. Nicht zuletzt wird es abermals auf dem Rücken der Kinder ausgetragen“, gibt LEA Vorstandsmitglied Manja Scheibner zu bedenken.


Weitere Info zur Tarifrunde öffentlichen Dienst und zum Warnstreik haben wir auf der Homepage unter LEA Aktuelles zusammengestellt.

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LEA für Kooperation auf Augenhöhe im schulischen Ganztag
Montag, den 28. März 2016 um 20:48 Uhr

LEA für Kooperation auf Augenhöhe im schulischen Ganztag

Der LEA begleitet die Entwicklung der Ganztagsschulen von Beginn an kritisch und konstruktiv. Ganztagsschulen sind dabei mehr als "nur" Schulen - sie verbinden Unterricht mit Freizeit,  informellem Lernen und sozialen Kontakten innerhalb der eigenen Altersstufe und darüber hinaus – oft in Zusammenarbeit mit Trägern der freien Jugendhilfe.

„Die Erfahrung zeigt uns, dass sich Schule und Jugendhilfe sinnvoll ergänzen“ sagt Angelika Bock, Vorstandsmitglied des LEA Hamburg. „Lehrer und Erzieher bringen sich mit ihren eigenen pädagogischen Ansätzen sowie unterschiedlichen Blicken aufs Kind ein und bedienen damit verschiedene Aspekte des schulischen Ganztags“. Dies funktioniert am besten, wenn beide Professionen auf Augenhöhe miteinander kooperieren, finden die LEA Delegierten, die gemeinsam das beigefügte Positionspapier erarbeitet und verabschiedet haben.

Diese Position bildet die Grundlage für einen besseren Ganztag und versteht sich ergänzend zur Unterstützung der Volksinitiative "Guter Ganztag für Hamburgs Kinder" durch den LEA. Andrea Abshagen, ebenfalls Mitglied im LEA Vorstand, merkt dazu an: „Eine Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe kann nur gelingen, wenn diese auch von der Politik gewollt und besser gefördert wird“.

LEA Vorstandsmitglied Manja Scheibner ergänzt: „Nicht zuletzt muss eine solche Kooperation aber an jedem Standort gelebt werden. Dafür benötigen Lehrer und Erzieher mehr Zeit und Berührungspunkte, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gemeinsam am Kind, aber auch ohne Kinder zu erleben.“

Wie derartige gemeinsame Zeiten aussehen können, hat der Paritätische in den vergangenen anderthalb Jahren beispielhaft mit seinem Pilotprojekt "Wir gehen aufs Ganze" gezeigt. In diesem Projekt gestalten an den teilnehmenden sechs Schulen die Erzieher und Lehrer bereits regelmäßig eine Schulstunde gemeinsam - finanziert nahezu ausschließlich aus den Eigenmitteln der beteiligten Träger. Ein Gewinn für Schule, Träger und Kinder gleichermaßen, wie die aktuelle Evaluation des Projektes zeigt.

„Wir unterstützen dieses Projekt und fordern, dass die gesammelten Erfahrungen von der Politik anerkannt werden und die weitere Finanzierung gesichert wird. Die konsequente Verbesserung der Hamburger Ganztagsschulen sollte angesichts der zahlreichen Kündigungen oberste Priorität haben“ mahnt Tobias Joneit aus dem LEA Vorstand, der gleichzeitig auch Elternvertreter an einer der beteiligen Schulen ist. Am Mittwoch, den 30. März um 18:00 Uhr, stellen sich im Rathaus sowohl die Volksinitiative als auch der Paritätische der Diskussion zum Thema Kooperation im Ganztag, eingeladen von der Linksfraktion der Hamburger Bürgerschaft.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. April 2016 um 06:37 Uhr
 
Zahlreiche Kündigungen von GBS Kooperationen zeigen Mängel auf
Sonntag, den 14. Februar 2016 um 10:49 Uhr

Zahlreiche Kündigungen von GBS Kooperationen zeigen Mängel auf

Mit einer schriftlichen kleinen Anfrage (Drs.21/2979) zur Zusammenarbeit von Schulen und Jugendhilfeträgern hat DIE LINKE offenbar den Finger in die Wunde gelegt. Statt offenzulegen, an wie vielen GBS-Standorten aktuell die Zusammenarbeit zwischen Schule und Träger beendet wird, heißt es, der Schulbehörde wäre nichts dergleichen bekannt.

„Das ist äußerst erstaunlich, denn jede Kündigung wird an die Schulbehörde gemeldet, die als Dienstherr über den Schulleitungen steht“, wundert sich Tobias Joneit, Vorstandsmitglied im Landeselternausschuss. „Dass ein Schulsenator über den derzeitigen Stand der Zusammenarbeit zwischen Trägern und Schulen nicht informiert ist, scheint kaum vorstellbar.“
Nach Informationen, die DIE LINKE bisher zusammengetragen hat, könnten weit mehr als 10 Standorte betroffen sein, denen zum neuen Schuljahr ein Trägerwechsel bevorsteht.
Angelika Bock, ebenfalls Vorstandsmitglied, zeigt sich besorgt: „Für alle Seiten sind Kündigungsprozesse äußerst belastend. Insbesondere Kinder verlieren damit wichtige Bezugspersonen, zu denen sie Vertrauen und eine Beziehung aufgebaut hatten. Gewohnte Strukturen und Abläufe verändern sich plötzlich, was gerade für Kinder schwierig ist, die besonders viel Aufmerksamkeit benötigen. Daher muss das Ziel aller Beteiligten und der Behörde sein, solche Umbrüche zu vermeiden und frühzeitig externe Hilfen anzubieten.“
Der Landeselternausschuss fordert die Schulbehörde nachdrücklich auf, die Zahl der gekündigten Standorte offenzulegen und die Gründe transparent zu evaluieren.
„Häufig liegen diese in Personalwechseln oder unbesetzten Stellen, in fehlenden, regelhaften Kommunikationsstrukturen zwischen Träger und Schule oder in der fehlenden Kooperationszeit. Auch die gemeinsam benutzten Räume sind häufig konfliktträchtig“, weiß Tobias Joneit zu berichten und ergänzt:
„Dabei muss bedacht werden, dass sich hier nur die Spitze des Eisberges zeigt. An GTS-Schulen werden diese Probleme ebenfalls benannt, nur gelangt das nicht an die Öffentlichkeit.“
„Der Ganztag an Schulen benötigt offensichtlich Nachbesserungen, so wie sie die Volksinitiative „Guter Ganztag“ fordert“, sagt Angelika Bock. „ Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband hat unter anderem mit dem erfolgreichen Pilotprojekt „Wir gehen aufs Ganze“ die Möglichkeit einer besseren Verzahnung aufgezeigt. Durch externe Begleitung wurden zusätzlich entsprechende Kommunikationsplattformen in den Schulen geschaffen.
Solche Projekte gilt es aufzugreifen und auf alle Schulen auszuweiten.“
Und LEA-Vorstandsmitglied Andrea Abshagen fügt hinzu: „ Darüber hinaus benötigen wir endlich die Umsetzung der bereits vereinbarten Qualitätsdimension für den Ganztag. Dabei könnten bewährte Erfahrungen anderer Schulen eine Grundlage bilden, z.B. über Referenzschulnetzwerke. Wie in Schleswig Holstein oder anderen Bundesländern, wäre ein solches Netzwerk auch für Hamburg ein unverzichtbarer Schritt nach vorn. Die Service-Agentur „Ganztägig Lernen“ sollte hierbei federführend sein, nur wird gerade an dieser in Hamburg gespart!
Alles, was wir dringender denn je brauchen, ist eine Schulbehörde, die sich mit Transparenz und Engagement für einen guten Ganztag einsetzt und die Schwachstellen im System beseitigt“

In der Anlage findet sich die Pressemitteilung der LINKEN und der Volksinitiative Guter Ganztag

 
Gebührenrückerstattung GBS
Donnerstag, den 04. Februar 2016 um 07:56 Uhr

LEA begrüßt die Rückerstattung der GBS Gebühren -
Abschluss des Erzieherstreiks für Schuleltern nach über 8 Monaten

Vor ziemlich genau 8 Monaten endete der Streik in Hamburger Kindertagesstätten und der Nachmittagsbetreuung an GBS Schulen, vor 3 Monaten wurde der Tarifstreit endgültig beigelegt. 4 Wochen lang war während des Streiks entweder gar keine oder nur eine eingeschränkte Betreuung möglich. Während sich die Träger in den Kindertagesstätten recht schnell zu einer Rückerstattung der Elternbeiträge für die nicht erfolgte Betreuung bereit erklärten, wurde die Geduld der Schuleltern auf eine lange Probe gestellt.

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat wiederholt und nachdrücklich eine Rückerstattung der Elternbeiträge eingefordert. „Die Eltern hatten einen Großteil der Last des Streiks zu tragen, sie mussten kurzfristig und über einen längeren Zeitraum alternative Betreuungen organisieren und teilweise auch ihren Jahresurlaub in Anspruch nehmen. Gleichzeitig brauchten die Träger ihren streikenden Mitarbeitern kein Gehalt zahlen – da ist es nur fair, den Eltern zumindest ihren Elternbeitrag für die bestreikte Zeit zurückzuerstatten“ sagt LEA Vorstandsmitglied Tobias Joneit.

Inzwischen hat der LEA die Zusage der Schulbehörde, dass die Eltern ihre Elternbeiträge zurückfordern können. Sie sollen über die Schulleitungen informiert werden und können über ein Online Portal unbürokratisch ihren Anspruch geltend machen. „Wir begrüßen es sehr, dass endlich eine Lösung gefunden wurde und die Eltern damit das Thema Streik hoffentlich abschließen können“ freut sich LEA Vorstandsmitglied Manja Scheibner.
Angelika Bock, ebenfalls Mitglied des LEA Vorstands, merkt allerdings an: „Es ist verwunderlich, dass es 8 Monate dauern musste, bis den Eltern diese Möglichkeit eingeräumt wird. Inzwischen hat eine ganze Klassenstufe die Grundschulen verlassen, was
nicht nur den Kommunikationsaufwand für die Schulleitungen erhöht“. Und auch LEA Vorstandsmitglied Andrea Abshagen ist nachdenklich: „Jetzt müssen die Eltern noch einmal genau nachzählen, an welchen Tagen ihr Kind in der Schule betreut wurde und an welchen nicht. Wie genau die Schulbehörde dies nachprüfen will oder wie hoch die zurückzuerstattende Beiträge am Ende tatsächlich sein werden, ist uns ein Rätsel“.

Anliegend unsere PM zum Download und Zeitungsartikel zu unserer PM

 
Volksinitiative Guter Ganztag zur Anhörung im Schulausschuss
Donnerstag, den 07. Januar 2016 um 09:29 Uhr

"Volksinitiative Guter Ganztag zur Anhörung im Schulausschuss - Gesprächsbereitschaft auf allen Seiten"

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) begrüßt ausdrücklich die von den Regierungsparteien und der Schulbehörde geäußerte Gesprächsbereitschaft mit der Initiative.

„Die hohe Anmeldequote für die Ganztagsbetreuung an Schulen zeigt deutlich, wie viele Menschen auf dieses Angebot angewiesen sind. Es sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob die dortigen Verhältnisse auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden“, sagt LEA Vorstandsmitglied Angelika Bock, die während der Anhörung dabei war. „Die Volksinitiative hat im Schulausschuss eindrucksvoll dargestellt, dass es hierbei deutliche Nachbesserungen geben muss und der Blick aufs Kind bisher zu wenig beachtet wurde. Insbesondere die räumliche Ausstattung mit vorwiegend Klassenzimmern entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen von Kindern, die einen Großteil ihrer Freizeit und Kindheit nun dort verbringen.“

Tobias Joneit, der die Ganztags-AG im LEA leitet und ebenfalls Mitglied des Vorstands ist, ergänzt: „ Wir bekommen immer mehr Rückmeldungen von Eltern und Erziehern, dass es so nicht weitergehen kann. Die Arbeitsplätze sind so unattraktiv, dass nahezu kein Fachpersonal mehr in diesem Bereich zu akquirieren ist. Hinzu kommen hohe Krankheitsstände, die kaum noch aufgefangen werden können und den Ursprung auch in den Rahmenbedingungen vor Ort haben.“

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen des Runden Tisches GBS die Schulbehörde darauf angesprochen, dass eine bessere Verzahnung zwischen Vor- und Nachmittag wünschenswert ist. Die BSB wollte die rechtlichen Voraussetzungen abklären und nach Lösungen suchen“ wirft Angelika Bock ein.

Der LEA appelliert daher an den Senat, die Forderungen der Volksinitiative ernst zu nehmen und Verbesserungen umzusetzen, die dringend notwendig sind.

“Auch wenn Senator Rabe immer wieder öffentlich betont, dass der Ganztag an Schulen ein Erfolgsmodell sei, zeigen sich nun mal deutliche Schwachstellen, auf die auch wir als LEA bereits hingewiesen haben und die man nicht mehr ignorieren kann“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Christian Dietz. „Besonders im Hinblick auf das Thema Inklusion, die auch die Integration von Flüchtlingskindern beinhaltet, bedarf es einer möglichst zeitnahen Umsetzung der Forderungen der Initiative.“

Der LEA unterstützt die Initiative „Guter Ganztag“ seit Anbeginn und wird auch weiterhin die notwendigen Verbesserungen einfordern.

 


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