Presse aktuell
Vorreiter für bessere Ganztagsschule – der Paritätische Hamburg startet wegweisende Initiative
Sonntag, den 07. September 2014 um 00:00 Uhr

Nach der Quantität folgt die Qualität:
Die Schulbehörde informiert in ihrer Pressemitteilung vom 19.08.: „74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und -schüler wollen am Nachmittag in der Schule bleiben.“ Der LEA Hamburg sieht, anders als die Schulbehörde nicht allein ein „wollen“ sondern häufig auch ein „müssen“, als Grund der hohen Beteiligungsquote.
„Viele Eltern in Hamburg sind aufgrund der hohen Lebenskosten (Miete, Essen, Bekleidung, Gelder für Schulmittel, für die Begleitung zum Schwimmunterricht, für das Mittagessen der Kinder an den Schulen und in den KITAs, Beiträge für die frühkindliche Betreuung, …) gezwungen, ihre Kinder in eine Ganztagsbetreuung zu geben, um arbeiten gehen und das Geld dafür verdienen zu können“ so Thorsten Peters, Mitglied des LEA Vorstandes.


„Wir sehen den Anmelderekord nicht wie Senator Rabe als hervorragendes Zeugnis für Hamburgs Ganztagsschulen. Wir sehen ihn eher in der Notwendigkeit auf einen Betreuungsplatz begründet. Einzig aufgrund hervorragender Arbeit und übermenschlichen Einsatzes der Akteure vor Ort kann ein gutes Angebot trotz widriger Umstände stattfinden“, ergänzt Angelika Bock, Mitglied des LEA Vorstandes „wir freuen uns, dass der Senator mit uns der Meinung ist, dass jetzt die kontinuierliche Verbesserung der Qualität im Fokus stehen muss.“

Ein ganz entscheidender Faktor liegt im Zusammenspiel zwischen Vor- und Nachmittag.
Dort wo beide Systeme zu einer Einheit zusammenfinden statt nur nacheinander abzulaufen, profitieren alle Beteiligte davon.

Die Ganztagsschule heute ist geprägt von einer engen Taktung: am Vormittag Schule, anschließend Mittagessen, bzw. Hausaufgaben und schließlich der Nachmittag mit Kursen. Es fehlt die sinnvolle Verknüpfung des Vor- und Nachmittages.

Und genau hier setzt die wegweisende Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an, in der mit sechs „Leuchttürmen“ als „Vorreiter für bessere Ganztagsschule“ aufgezeigt werden soll, mit welchen Mitteln dies möglich ist.

Bessere Verzahnung der Schule und des Kooperationspartners durch eine tägliche gemeinsame Stunde. Der Erzieher wird nicht erst zum Nachmittag, sondern bereits ab der letzten Schulstunde tätig werden dürfen.

Die zentralen Botschaften des Projektes sind nicht neu: Das Kind im Mittelpunkt, die Gemeinsamkeit zweier verschmelzender Systeme betonen und der Stadtteil soll eingebunden werden.

Wir freuen uns, dass sich in Hamburg sechs Schulen und ihre Kooperationspartner mit der Initiative „Wir gehen aufs Ganze“ auf den Weg machen, um mit mehr gemeinsamer Zeit ein besseres Ganztagsangebot zu gestalten.

Weitere Informationen zu den Inhalten den Initiative, zu den teilnehmen Standorten usw., auf der Webseite www.wir-gehen-aufs-ganze.de

 
LEA startet Ganztags-Online-Befragung
Montag, den 19. Mai 2014 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) startet eine Online-Befragung zum schulischen Ganztag. „Wir bemühen uns seit Jahren, die Qualität der ganztägigen Betreuung zu verbessern“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Lili Gries. „Nun ist der Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme gekommen.“

Der LEA ist der Überzeugung, dass Transparenz und Kommunikation wesentliche Kriterien sind, damit guter Ganztag gelingt. Daher hoffe der LEA, durch die Befragung positive Beispiele zu finden, die als "best practice" Vorbilder für andere Standorte genutzt werden können. Sollte an anderen Standorten noch Raum für Verbesserungen sein, wird der LEA diese Informationen ebenfalls aufgreifen und umgehend an die zuständigen Fachbehörden weiterleiten.

Die Umfrage richtet sich an die Eltern der Schüler und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Eine Teilnahme ist nur bis einschließlich 25.Juni 2014 möglich. Die Umfrage ist auf der LEA-Homepage hinterlegt und kann über folgenden Link aufgerufen werden:

http://fragebogen.lea-hamburg.de/

Um Doppelungen auszuschließen ist zu Beginn eine Registrierung per Email notwendig, die Umfrage erfolgt dennoch anonym.

Die flächendeckende Einführung der ganztägigen Betreuung an Schulen für Vorschulklassen bis Klasse 8 (Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre) in Hamburg im Schuljahr 2013/2014 läuft mittlerweile seit einigen Monaten. „Dies nehmen wir zum Anlass, um mit Hilfe einer Online-Umfrage ein Stimmungsbild der Teilnehmer von GBS/GTS zu erhalten“ erklärt Lili Gries, Vorstandsmitglied vom  Hamburger Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA).

Neben der Befragung steht der LEA grundsätzlich immer als Ansprechpartner zu allen Fragen betreffend der Nachmittagsbetreuung an GBS Standorten zur Verfügung.

 
LEA, GEW und Elternkammer fordern: Qualität im schulischen Ganztag jetzt verbessern!
Donnerstag, den 08. Mai 2014 um 19:24 Uhr

Im Rahmen einer Demonstration hat der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) heute zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Elternkammer Hamburg Verbesserungen am schulischen Ganztag gefordert. Bei einer
Abschlusskundgebung am Gänsemarkt sagte LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen: „Es muss darum gehen, was unsere Kinder brauchen – nicht darum, was ein Schulsenator für machbar hält.“
Zentral für eine Verbesserung von GBS (Ganztägige Betreuung und Bildung an Schulen) und GTS (Ganztagsschule nach Rahmenkonzept) sei die Verzahnung von Vor- und Nachmittag. Erzieher müssten auch morgens, Lehrer auch nachmittags vor Ort sein. Dafür müsse der
Senat zusätzliches Geld bereitstellen. „Lehrer und Erzieher müssen in den Stand versetzt werden, miteinander zu reden und zu arbeiten, statt sich nur immer wieder zu übergeben“, sagte Staschen. „Unsere Kinder sind immer da - warum sollten also diejenigen, mit denen sie ihren Alltag teilen, kommen und gehen?“
Zudem forderte Staschen erneut geeignete Räume zum Spielen, Toben und Ausruhen. „Schulen sind heute ein Lebensraum für unsere Kinder, in dem sie sechs, sieben oder acht Stunden verbringen. So müssen sie auch gestaltet sein“, verlangte Staschen.
Verbesserungen forderte der LEA auch beim Schulessen. „ Es geht nicht darum, wie sich möglichst viele Kinder in möglichst kurzer Zeit verköstigen lassen, oder darum, wie sich die Essensausgabe möglichst gut organisieren lässt. Es geht darum, was unsere Kinder
brauchen“, erklärte Staschen.
Ziel sei, gemeinsam - Schüler, Eltern, Erzieher, Lehrer und Senat – das bestmögliche für unsere Kinder zu erschaffen. „Einen Lebensraum Schule, der seinen Namen verdiene“, so der LEA.
Ausdrücklich lobt der LEA die gute Zusammenarbeit mit Elternkammer und GEW bei der Vorbereitung der Demonstration: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich Erzieher, Lehrer und Eltern gemeinsam für bessere Rahmenbedigungen einsetzen“, so LEAVorstandsmitglied Lili Gries. Auch mit vielen Trägern gebe es gute Gespräche mit dem Ziel, den schulischen Ganztag zu verbessern. Wichtig sei nun, dass der Senat das nötige Geld dafür auch bereitstelle.

Hinweis:
Die Demonstration Beginnt um 17.30 an der Moorweise (Dammtor). Der Zug setzt sich gegen 17.45 Uhr in Bewegung und endet gegen 18 Uhr mit einer Kundgebung am Gänsemarkt.

 
Neue Kita-Streiks im Öffentlichen Dienst: LEA Hamburg fordert Eltern auf, Gebühren zurückzufordern
Dienstag, den 25. März 2014 um 14:38 Uhr

Der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung (LEA) Hamburg ruft Eltern auf, Gebühren für die Kindertagesbetreuung zurückzufordern, sollten Kinder streikbedingt nicht betreut werden können.

„Der LEA unterstützt Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Forderung nach einer leistungsgerechten Belohnung“ erklärt LEA-Vorstandsmitglied Lili Gries. „Zudem begrüßt der LEA, dass viele Kitas in Hamburg sich bemühen, Eltern rechtzeitig zu informieren und in einigen Fällen Notdienste für die Betreuung der Kinder einzurichten.“

Gebe es keine Notdienste, müssten berufstätige Eltern oft kurzfristig die Betreuung ihrer Kinder organisieren. Damit seien Eltern oft die einzigen Leidtragenden der Streiks: „Wenn Gewerkschaftsmitglieder streiken, erhalten sie von der Gewerkschaft Streikgeld. Auch dem Arbeitgeber entstehen keine finanziellen Nachteile, wenn die Kita-Gebühren der Eltern weiter fließen.“ Aus diesem Grund sollten Eltern versuchen, Gebühren zurückzuverlangen.

„Die rechtliche Situation ist leider nicht eindeutig,“ merkt LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock an. „Es gibt jedoch offenbar Träger, die Gebühren freiwillig zurückerstatten. Alle anderen Träger sollten von uns Eltern dazu aufgefordert werden, damit der Streik diejenigen trifft, gegen die er auch gerichtet ist.“ LEA-Vorstandsmitglied Thorsten Peters ergänzt: „Alle betroffenen Eltern sollten mit Ihren Kita-Leitungen über eine Ausfallerstattung sprechen und ggf. Erstattungsanträge an die Träger stellen.“

Einige KITAs bieten den Eltern an, die Kinder in Eigenregie in den Räumen der KITAs zu betreuen. „In diesen Fällen sollten Eltern mit den Leitungen ihrer Kitas darüber sprechen, wie sie und ihre Kinder versichert sind, sollten sich Unfälle ereignen,“ regt Thorsten Peters an.

Die Gewerkschaft verdi hat für kommenden Donnerstag (27. März) erneut zu ganztägigen Warnstreiks in Hamburg aufgerufen. Betroffen sind Kindertagesstätten der elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas, der Rudolf-Ballin-Stiftung, des Arbeiter- Samariterbundes und die Einrichtungen des Hamburger Schulvereines.

 
Scharfe Kritik des LEA: Kita-Auszubildende dürfen nicht vollwertige Erzieher ersetzen!
Freitag, den 15. November 2013 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss übt scharfe Kritik am unangemessenen Einsatz von Auszubildenden in Hamburger Kindertagesstätten und schulischen Nachmittagsangeboten. „Berufsfremde Azubis werden vom ersten Tag an voll auf die Personalschlüssel angerechnet und wie vollwertige Erzieher gewertet,“ kritisiert LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen. „Keine Bank stellt ihre neuen Azubis vom ersten Tag an alleinverantwortlich an den Schalter. Aber unsere Kinder sollen von ungelernten Kräften beaufsichtigt werden. Das ist inakzeptabel und gefährdet das Wohl unserer Kinder“, erklärt Staschen.

Es geht dabei um mehrere hundert Auszubildende pro Jahr, die eine berufsbegleitende Ausbildung an Hamburger Fachschulen absolvieren. Sie arbeiten mindestens 15 Stunden als Zweitkräfte in Kindertagesstätten oder sogar als Erstkräfte im schulischen Ganztag. „Wir begrüßen diese berufsbegleitende, praxisnahe Ausbildung ausdrücklich,“ sagt LEA-Vorstand Lili Gries. „Doch wer ausgebildet wird, darf nicht wie eine vollwertige Arbeitskraft angerechnet werden, ganz im Gegenteil: Er braucht die besondere Aufmerksamkeit der beschäftigten Fachkräfte, um einen anspruchsvollen Beruf von der Pike auf zu lernen.“ Die volle Anrechnung der Azubis werde auch der beruflichen Stellung der voll ausgebildeten Erzieher nicht gerecht. „Hier zählt ein Azubi soviel wie sein Ausbilder. Das ist absurd“, sagt Staschen.

Nach Auffassung des LEA wird die volle Anrechnung der Auszubildenden auf die Personalschlüssel weder den betreuten Kindern, noch den Bedürfnissen der Auszubildenden gerecht. „Hier wird auf Kosten der Kinder und der jungen Azubis Geld gespart,“ kritisiert Staschen. Die berufsbegleitende Ausbildung war im vergangenen Jahr ausgebaut worden, um dem Fachkräftemangel in Kitas und dem schulischen Ganztag zu begegnen. „Wer ausbilden will, muss investieren. Hier sind die Kita-Träger und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) gefragt – sie müssen jetzt kurzfristig einen Weg finden, die Ausbildung auch angemessen zu finanzieren. Auf dem Rücken unserer Kinder darf das nicht geschehen,“ so der LEA.

Sozialsenator Scheele hatte dem LEA Anfang des Jahres zugesagt, die Auszubildenden ab 2014 nur noch anteilig auf die Personalschlüssen anzurechnen. Die BASFI hatte im Sommer vorgeschlagen, die Azubis im ersten Jahr zu 30 Prozent, im zweiten zu 60 und im dritten zu 90 Prozent anzurechnen. In anderen Branchen, beispielsweise in der Pflege, wird ähnlich verfahren. Der LEA hatte dem Vorschlag daher zugestimmt.

„Seitdem hat die Behörde das Thema aber verschleppt. Die Kita-Träger haben bis Ende Oktober Verträge mit neuen Azubis geschlossen, die ab Januar ihre Ausbildung beginnen. Für sie muss nun dringend eine Finanzierung auf die Beine gestellt werden, damit sie nicht voll auf die Personalschlüssel angerechnet werden,“ so Staschen.

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