Pressearchiv 2015
Bertelsmann-Stiftung: HH behät rote Laterne
Montag, den 24. August 2015 um 16:15 Uhr

Aktuelle Bertelsmann-Stiftung bestätigt:
Hamburg behält die Rote Laterne bei der Krippenbetreuung und muss deutlich mehr Personal in Kitas einsetzen

Der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung (LEA) fordert, in Hamburger Kindertagesstätten deutlich mehr Erzieher pro Kind einzusetzen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zur frühkindlichen Bildung kritisiert LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen: "Auch diesmal ist Hamburg das Krippen-Schlusslicht im Westen: So wenig Erzieher pro Kind arbeiten in keinem anderen westdeutschen Bundesland. Hamburg hat es nicht geschafft die Rote Laterne in der Krippenbetreuung loszuwerden."

LEA Vorstandsmitglied Angelika Bock ergänzt: "Ja, es gab in den letzten Jahren Verbesserungen, aber trotzdem liegt Hamburg noch um einiges hinter den Empfehlungen der Bertelsmann-Stiftung für ein kindgerechtes Betreuungsverhältnis.“

„Es darf nicht vergessen werden, dass die Realität in den Kitas auch nicht die ermittelten Werte widerspiegelt“ wirft LEA Vorstandsmitglied Tobias Joneit ein fährt fort: „Vor allem wenn wir an die Kita Alltag denken. Erzieher und Erzieherinnen müssen etwa ein Viertel ihrer Zeit für die Arbeit neben der eigentlichen Arbeit am Kind aufwenden. Zeit für Elterngespräche, Zeit für Dokumentation, Zeit für Fortbildungen usw.

„Es ist für Hamburger Eltern schwer zu ertragen, dass Kinder unter 3 Jahren in keinem anderen westdeutschen Bundesland so schlecht betreut werden wie in der Hansestadt“ so Angelika Bock  "Die Betreuung und Erziehung unserer Kinder ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die die gesamte Gesellschaft finanzieren muss".

"Hamburg muss nun das Tempo erhöhen und schneller Personal anstellen, als bisher geplant", sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen. "Die bereits vom SPD-Senat beschlossenen und von rot-grün leicht verbesserten Korrekturen am Personalschlüssel ziehen sich zum Teil über zehn Jahre hin und werden der kritischen Situation in Hamburgs Krippen-, aber auch Elementargruppen nicht gerecht."

Die Bertelsmann-Stiftung hat errechnet, dass in den Krippengruppen in Hamburg eine Vollzeitkraft etwas mehr als fünf Ganztagskinder (1:5,1) betreut. Damit ist Hamburg weit entfernt vom Personalschlüssel, den die Bertelsmann Stiftung empfiehlt (1:3).
Nicht ganz so katastrophal sieht es im Elementarbereich aus, aber auch hier weicht das ermittelte Verhältnis (1:8,7) weit von den Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung  (1:7,5) ab.

Der LEA weist zudem darauf hin, dass es sich bei den Zahlen der Studie nur um rechnerische Größen handelt. "Durch Krankheit, Urlaub oder in Randzeiten sind die Personalschlüssel in manchen Kitas noch einmal deutlich schlechter", kritisiert Bock.

Für die Qualität von frühkindlicher Bildung ist es von entscheidender Bedeutung, wie viele Kinder eine Erzieherin zu betreuen hat. Bessere Personalschlüssel ermöglichen nach Studien mehr bildungsanregende Interaktionen und Aktivitäten für die Kinder. Zudem hat sich gezeigt, dass bei vergleichsweise guten Personalschlüsseln Kinder ihre sprachlich-kognitiven und sozialen Fähigkeiten besser entwickeln.

Hintergrund: Neue Bertelsmann-Stiftung - hier zu finden: www.laendermonitor.de

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LEA begrüßt vorläufiges Ende der Streiks - Demo wird abgesagt
Donnerstag, den 04. Juni 2015 um 11:12 Uhr

LEA begrüßt vorläufiges Ende der Kita-Streiks -
Elterndemonstration am Nachmittag wird abgesagt

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) Hamburg begrüßt das vorläufige Ende der Streiks in Hamburger Kindertagesstätten und der Nachmittagsbetreuung an Schulen.

“Hamburgs Eltern sind froh und erleichtert. Denn der Streik hat viele von ihnen an den Rand der Belastbarkeit gebracht“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen.
Die für den Nachmittag geplante Demonstration hat der LEA vor diesem Hintergrund abgesagt.

“Beide Seiten müssen nun alles daran setzen, die Schlichtung zu einem Erfolg zu führen“, ergänzt LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. “Der LEA ist nach wie vor der Auffassung, dass der Erzieherberuf aufgewertet werden muss. Denn die Erzieherinnen und Erzieher leisten tagtäglich großartige Arbeit unter schwierigen Bedingungen.“

Als große Herausforderung sieht der LEA nun die Rückkehr zum Kita-Alltag. “Vier Wochen lang wurden unsere Kinder aus ihrer gewohnten Kita-Umgebung gerissen. Vier Wochen lang änderte sich für einige fast täglich die Betreuung“, sagt Vorstandsmitglied Tobias Joneit. “Eltern und Erzieher sollten nun gemeinsam alles dafür tun, dass der Kita-Alltag wieder beginnt.“

“Vier Wochen Streik haben auf allen Seiten auch manchen Streit, manches Unverständnis ausgelöst. Aber Streik und Streit waren gestern. Ab morgen müssen wieder die Interessen unserer Kinder im Vordergrund stehen“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Vanessa Mohnke. “Dafür sollten wir uns alle gemeinsam einsetzen.“

“Die Folgen dieses Streiks werden wir in den Kitas noch einige Zeit spüren. Auch daher muss die Schlichtung zum Erfolg führen“, sagt Björn Staschen. “Wir appellieren an beide Seiten, den Gesprächsfaden nun nicht mehr reißen zu lassen. Auch die Umsetzung eines bundesweiten Tarifabschlusses für Hamburg sollte am Verhandlungstisch gelingen - ohne neuerliche Streiks.“

 

 
04.06.2015 Demo Wir bringen den Gesprächsfaden E-Mail
Montag, den 01. Juni 2015 um 22:30 Uhr

LEA ruft zur Demonstration am Donnerstag, 4. Juni, auf 
"Jetzt verhandeln, Kita-Streiks beenden!"

ACHTUNG - Ablauf geändert - neuer STARTPUNIKT

Der Landeselternausschuss ruft erneut zu einer großen Demonstration gegen die andauernden Kita-Streiks auf.

Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, ab 16 Uhr, treffen sich Eltern, Kinder, Freunde und Unterstützer (Achtung: neu) vor dem Haus der kommunalen Arbeitgeber, Beim Neuen Krahn 2.

Nach kurzer Kundgebung ist ein Demonstrationszug durch die Mönckebergstraße bis zum Gewerkschaftshaus Besenbinderhof (Nähe Hauptbahnhof)  geplant. Unter dem Motto „Wir bringen den Gesprächsfaden“ bringen die Teilnehmer Seile, Bänder und Fäden mit – ein Symbol dafür, dass die Gespräche nun zu einem Erfolg führen müssen.

„Wir fordern Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, alles zu tun, damit die Streiks enden“, sagt LEA Vorstandsmitglied Björn Staschen. „Es ist das passiert, was die Gewerkschaften gefordert haben – es gibt ein Angebot der Arbeitgeber. Die Fortsetzung des Streiks trotz des Angebotes und trotz der anstehenden Gespräche empfinden viele Eltern als unverhältnismäßig.“

LEA Vorstandsmitglied Tobias Joneit ergänzt: „Viele Eltern zeigen Verständnis für die Forderungen der Erzieher. Nun brauchen Hamburgs Eltern dasselbe Signal von den Erziehern – nämlich Verständnis für ihre Nöte durch eine Aussetzung des Streiks. Denn dies ist kein gewöhnlicher Arbeitskampf: Er trifft die Falschen – Eltern und Kinder – massiv und bringt Familien an den Rand ihrer Belastbarkeit. Manche
Eltern fürchten sogar um ihren Arbeitsplatz.“

„Uns erreichen unzählige Anrufe von Familien, die am Ende ihrer Kräfte sind“, berichtet LEA Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Das Verständnis für den Streik schwindet. Die Eltern brauchen eine Verschnaufpause.“

Der Landeselternausschuss fordert, weiter auf allen Ebenen auf ein Ende der Streiks hinzuwirken. „Auch in Hamburg müssen Kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaften sich zusammensetzen und alles dafür tun, die Streiks zu beenden. Ein gesonderter Abschluss für Hamburg könnte eine Lösung sein. Wir fordern beide Seiten auf, diese Möglichkeit ernsthaft zu prüfen“, sagt LEA Vorstandsmitglied Vanessa Mohnke.

 

Unter dem Motto "Wir bringen den Gesprächsfaden" laufen Eltern, Kinder, Erzieher, Freunde und Unterstützer vom Haus der kommunalen Arbeitgeber, Beim Neuen Krahn 2. zum Gewerkschaftshaus Besenbinderhof - eine symbolische Aufforderung, die Gespräche nicht abreißen zu lassen und den Streik zu beenden.

 
LEA fordert Aussetzung der Streiks in HH Kitas
Freitag, den 29. Mai 2015 um 12:16 Uhr

LEA fordert Aussetzung der Streiks in Hamburger Kitas

Der Landeselternausschuss fordert die Gewerkschaften ver.di und GEW auf, den Streik in Hamburger Kindertagesstätten auszusetzen.
„Es ist das passiert, was die Gewerkschaften gefordert haben – es gibt ein Angebot der Arbeitgeber“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen.
Gewerkschaften und Arbeitgeber müssten nun ernsthaft verhandeln. „Eine Fortsetzung des Streiks trotz des Angebotes und trotz anstehender Gespräche würden viele Eltern als unverhältnismäßig empfinden.“

LEA-Vorstandsmitglied Tobias Joneit ergänzt: „Viele Eltern zeigen Verständnis für die Forderungen der Erzieher. Nun brauchen Hamburgs Eltern dasselbe Signal von den Erziehern – nämlich Verständnis für ihre Nöte durch eine Aussetzung des Streiks. Denn dies ist kein gewöhnlicher Arbeitskampf: Er trifft die Falschen – Eltern und Kinder – massiv und bringt Familien an den Rand ihrer Belastbarkeit. Manche Eltern fürchten sogar um ihren Arbeitsplatz.“

Der LEA begrüßt, dass sich Elbkinder und Gewerkschaften in Hamburg auf eine Notdienstvereinbarung geeinigt haben. „Der LEA hatte eine solche Vereinbarung vergangene Woche gefordert, um die Schwierigkeiten der Eltern abzumildern“, sagt Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Wir bedauern jedoch, dass diese Vereinbarung erst jetzt geschlossen wurde und erst in einer Woche – ab kommenden Freitag – greift. Viele Eltern und Kinder stellt das weiter vor massive Probleme. Und klar ist: Eine Notdienstvereinbarung kann die Schwierigkeiten einiger Eltern mildern, andere stehen aber weiter vor massiven Problemen.“

Der Landeselternausschuss fordert, weiter auf allen Ebenen auf ein Ende der Streiks hinzuwirken. „Auch in Hamburg müssen Kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaften sich zusammensetzen und alles dafür tun, die Streik zu beenden. Ein gesonderter Abschluss für Hamburg könnte eine Lösung
sein. Wir fordern beide Seiten auf, diese Möglichkeit ernsthaft zu prüfen“, sagt LEA Vorstandsmitglied Vanessa Mohnke.

 
LEA fordert Notdienstvereinbarung
Donnerstag, den 21. Mai 2015 um 12:26 Uhr

Kita-Streiks: LEA fordert verlässliche Notbetreuung

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung ruft Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, sich kurzfristig auf verlässliche Notbetreuungen in bestreikten Kitas zu verständigen. „Viele Eltern wissen weder ein noch aus“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Vanessa Mohnke, die in einer Elbkinder Kita selbst eine Notbetreuung durch Eltern organisiert. „In manchen Kitas engagieren sich Eltern, in anderen Erzieher oder Leitungspersonal. Oft gibt es deutlich zu wenig Plätze. Und einige Einrichtungen bleiben ganz geschlossen, ohne jedes Angebot an betroffene Familien. Wir wissen von Eltern, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, weil sie zu Hause bleiben und ihre Kinder betreuen.“

Der LEA kritisiert, dass Gespräche über eine Notbetreuungsvereinbarung bisher gescheitert sind. „Der LEA fordert Notbetreuungen in so vielen Kitas wie möglich. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen angesichts der langen Dauer des Streiks alles tun, um die besondere Härte für Eltern und Kinder abzumildern“, fordert LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen. „Eine Notbetreuungsvereinbarung kann ein erster Schritt dazu sein. Sie muss spätestens am Dienstag nach Pfingsten greifen. Hier müssen auch die beteiligten Gewerkschaften einen Schritt auf die Träger zugehen.“

Nach Wahrnehmung des LEA entscheiden manche Kitas derzeit nach Gutdünken, welche Kinder betreut werden können. „Wir hören, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf an einigen Kitas abgewiesen werden. Andere Einrichtungen bieten keine Betreuung für Krippenkinder an. Und mancherorts bekommt den Platz in der Notbetreuung, wer sich zuerst meldet“, kritisiert LEA Vorstand Angelika Bock. Träger müssten jedoch nach dem Bedarf der betroffenen Familien entscheiden, wer zuerst einen Platz erhält.

Der LEA hatte Gewerkschaften und Arbeitgeber am Mittwoch aufgefordert, sofort neue Verhandlungen aufzunehmen, um die Streiks in Kindertagesstätten und in der Nachmittagsbetreuung an Schulen zu beenden. „Auf ein Gespräch am kommenden Donnerstag – in
einer Woche – zu verweisen, erscheint uns fast zynisch angesichts der großen Probleme, vor die der Streik Familien stellt“, sagt Staschen.

Für Dienstag, den 26. Mai, um 16.30 Uhr ruft der LEA zu einer Kundgebung auf.
Unter dem Motto „Jetzt reichts – Erzieherberuf aufwerten, Streiks beenden“ werden Eltern, Kinder, Erzieher und weitere Unterstützer auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz demonstrieren.

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