Presse aktuell
LEA warnt SPD vor Bruch ihres Wahlversprechens - Landeselternausschuss fordert mehr Geld für Hamburger Kitas
Montag, den 27. Oktober 2014 um 20:58 Uhr

Hamburg. - Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) warnt die Hamburger SPD davor, eines ihrer Wahlversprechen zu brechen. „Die SPD hatte den Hamburger Eltern vor der letzten Bürgerschaftswahl zugesagt, in die Qualität von Kindertagesstätten zu investieren. Dieses Versprechen würde der Senat brechen, wenn er nicht weitere Mittel für die Kitas bereitstellt“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen drei Tage vor der großen Demonstration für mehr Personal in Hamburger Kitas.

Die SPD hatte dem LEA in einer Vereinbarung zugesichert, die von der Vorgängerregierung eingeführte Gebührenerhöhung rückgängig zu machen. Zudem hatte sie zugesagt, die fünfstündige Betreuung für alle Kinder gebührenfrei zu stellen. „Diese Zusagen für den quantitativen Ausbau der Kita-Plätze hat die SPD gehalten. Ebenso wichtig war Hamburgs Eltern jedoch die Zusage, dass die Qualität der Kitas sich nicht verschlechtern würde“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Angelika Bock. „Genau dies passiert jedoch gerade.“

Viele Studien, darunter der renommierte Bertelsmann-Ländermonitor für frühkindliche Bildung, belegen dies: „Hamburg mutet seinen Unter-Dreijährigen mittlerweile die schlechteste Betreuung aller westdeutschen Bundesländer zu“, erklärt Björn Staschen. „Wie kann der Senat da behaupten, beim Kita-Thema sei das Ende der Fahnenstange erreicht? Gleichzeitig will er zwei Milliarden Euro in Olympische Spiele investieren und zahlt Millionen-Bürgschaften für die HSH-Nordbank. Das passt nicht zusammen“, meint Staschen.

Der LEA fordert den Senat auf, mit einem neuen Angebot auf die Kita-Träger zuzugehen. „Die Verhandlungen um den neuen Landesrahmenvertrag dürfen nicht von der Unbeweglichkeit des Senats blockiert werden. Dafür ist die Betreuung unserer Kinder zu wichtig“, meint Angelika Bock.

Der LEA hatte Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, die Gebührenbefreiung für die fünfstündige Kita-Betreuung um ein Jahr zu verschieben. „Die Eltern wollten ein Zeichen setzen und durch die eingesparten Mittel den Einstieg in die Verbesserung der Qualität erleichtern“, erklärt Staschen. Scholz sei darauf nicht eingegangen.

„Bis heute haben wir vom Ersten Bürgermeister kein Wort zum Thema gehört. Es ist an der Zeit, dass er sich des Themas annimmt und die nötigen Mittel im Haushalt freimacht, damit Hamburg eine familienfreundliche Stadt bleibt.“

„Der LEA unterstützt die Forderung nach 25 Prozent mehr Personal in Hamburger Kitas. Denn in vielen Einrichtungen gehen die Erzieherinnen und Erzieher auf dem Zahnfleisch. Nur, weil sie sich über die Maßen engagieren, funktioniert das Kita-System in Hamburg noch“, sagt Bock.

„Wir fordern alle Eltern auf, sich an der Demonstration des Kita-Netzwerkes am 30. Oktober zu beteiligen“, erklärt Bock. Auch viele LEA-Eltern würden ab 16.30 Uhr protestieren und an den Kundgebungen am Theudor-Heuss-Platz (Dammtorbahnhof) und am Gerhart-Hauptmann-Platz teilnehmen.

In vielen Kitas würden derzeit zudem Elternvertreterinnen und Elternvertreter gewählt. „Wir setzen darauf, dass sich viele Eltern engagieren, damit die Bezirkselternausschüsse und der Landeselternausschuss in der Diskussion eine starke Stimme bleiben.“

 
GBS-Schulbegehungen sind erst der Anfang
Donnerstag, den 02. Oktober 2014 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat die Schulbehörde aufgefordert, die Ergebnisse der GBS-Schulbegehung ernst zu nehmen. „Die Begehung von 124 GBSGrundschulen ist ein guter Anfang“, sagt LEA-Vorstand Angelika Bock. „Nun liegen viele Probleme und Schwierigkeiten auf dem Tisch, die die Schulbehörde im Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und Erziehern bearbeiten kann.“

„Die GBS-Begehungen haben gezeigt, dass das Zusammenspiel von Vor- und Nachmittag entscheidend für das Gelingen von GBS ist“, erklärt Bock. LEA, Elternkammer und viele Trägerverbände hätten darauf seit langem hingewiesen. „An dieser Erkenntnis kann die Schulbehörde nun nicht mehr vorbei: Sie muss mehr Geld ausgeben, um den Übergang zwischen Schule und Trägerbetreuung zu verbessern.“

Der LEA begrüßt, dass seit langem geforderte Verbesserungen für GBS nun endlich umgesetzt werden. „Regelmäßige Standortbesuche, Best-Practice-Beispiele, zusätzliche Reinigungsintervalle und Lärmschutzmaßnahmen können helfen, GBS besser zu machen“ so Angelika Bock.

Problematisch sei nach wie vor die Raumsituation an vielen Standorten. „Kinder brauchen Platz zum Relaxen, zum Toben, zum Essen, für die Kurse, aber auch, um sich einmal zurückziehen zu können.“ Die Schulbehörde müsse das Raumangebot dringend weiterentwickeln. „Der Verkauf von Schulflächen ist dabei kontraproduktiv“, so Bock.

Mit Blick auf die Betreuungsschlüssel kritisiert der LEA, dass rechnerische Durchschnittsgrößen der Gruppen nicht weiterhelfen. „Wichtig ist der Blick auf die tatsächliche Gruppengröße. Es mag in den Kursangeboten zu kleineren Gruppen kommen, aber wie sieht es mit den Kindern aus, die nicht im Kurs sind?“ fragt Bock. Ein großer Kritikpunkt der Begehungen sei in der Pressemitteilung der Schulbehörde zudem weitestgehend unerwähnt geblieben: Die Hausaufgabenbetreuung.

Das Pilotprojekt Vollzeitverträge für qualifiziertes Personal kann dazu beitragen, die Fluktuation bei Erziehern und Honorarkräften einzudämmen. „Solche Versuche, das System zu verbessern, begrüßt der LEA ausdrücklich.“ sagt Bock.

Bock zeigte sich enttäuscht, dass die Ergebnisse später vorgelegt gelegt wurden als angekündigt. „Beim Runden Tisch GBS hätten der Dialog über die Weiterentwicklung von GBS beginnen können“ sagt Bock. „Leider standen dort keine Informationen zur Verfügung.

„74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und –schüler, die die Ganztagsangebote nutzen, deren Lehrer und Erzieher haben das Recht auf eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Ganztagsbetreuung und die dazu erforderlichen Mittel.“ Mit der Realisierung der jetzt vereinbarten Maßnahmen sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.

Zwischen Februar und Juni 2014 wurden alle 124 GBS-Grundschulen besucht. Die Ergebnisse dieser Besuche wurde am 30.09.14 von der BSB in einer Pressekonferenz vorgestellt.

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Vorreiter für bessere Ganztagsschule – der Paritätische Hamburg startet wegweisende Initiative
Sonntag, den 07. September 2014 um 00:00 Uhr

Nach der Quantität folgt die Qualität:
Die Schulbehörde informiert in ihrer Pressemitteilung vom 19.08.: „74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und -schüler wollen am Nachmittag in der Schule bleiben.“ Der LEA Hamburg sieht, anders als die Schulbehörde nicht allein ein „wollen“ sondern häufig auch ein „müssen“, als Grund der hohen Beteiligungsquote.
„Viele Eltern in Hamburg sind aufgrund der hohen Lebenskosten (Miete, Essen, Bekleidung, Gelder für Schulmittel, für die Begleitung zum Schwimmunterricht, für das Mittagessen der Kinder an den Schulen und in den KITAs, Beiträge für die frühkindliche Betreuung, …) gezwungen, ihre Kinder in eine Ganztagsbetreuung zu geben, um arbeiten gehen und das Geld dafür verdienen zu können“ so Thorsten Peters, Mitglied des LEA Vorstandes.


„Wir sehen den Anmelderekord nicht wie Senator Rabe als hervorragendes Zeugnis für Hamburgs Ganztagsschulen. Wir sehen ihn eher in der Notwendigkeit auf einen Betreuungsplatz begründet. Einzig aufgrund hervorragender Arbeit und übermenschlichen Einsatzes der Akteure vor Ort kann ein gutes Angebot trotz widriger Umstände stattfinden“, ergänzt Angelika Bock, Mitglied des LEA Vorstandes „wir freuen uns, dass der Senator mit uns der Meinung ist, dass jetzt die kontinuierliche Verbesserung der Qualität im Fokus stehen muss.“

Ein ganz entscheidender Faktor liegt im Zusammenspiel zwischen Vor- und Nachmittag.
Dort wo beide Systeme zu einer Einheit zusammenfinden statt nur nacheinander abzulaufen, profitieren alle Beteiligte davon.

Die Ganztagsschule heute ist geprägt von einer engen Taktung: am Vormittag Schule, anschließend Mittagessen, bzw. Hausaufgaben und schließlich der Nachmittag mit Kursen. Es fehlt die sinnvolle Verknüpfung des Vor- und Nachmittages.

Und genau hier setzt die wegweisende Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an, in der mit sechs „Leuchttürmen“ als „Vorreiter für bessere Ganztagsschule“ aufgezeigt werden soll, mit welchen Mitteln dies möglich ist.

Bessere Verzahnung der Schule und des Kooperationspartners durch eine tägliche gemeinsame Stunde. Der Erzieher wird nicht erst zum Nachmittag, sondern bereits ab der letzten Schulstunde tätig werden dürfen.

Die zentralen Botschaften des Projektes sind nicht neu: Das Kind im Mittelpunkt, die Gemeinsamkeit zweier verschmelzender Systeme betonen und der Stadtteil soll eingebunden werden.

Wir freuen uns, dass sich in Hamburg sechs Schulen und ihre Kooperationspartner mit der Initiative „Wir gehen aufs Ganze“ auf den Weg machen, um mit mehr gemeinsamer Zeit ein besseres Ganztagsangebot zu gestalten.

Weitere Informationen zu den Inhalten den Initiative, zu den teilnehmen Standorten usw., auf der Webseite www.wir-gehen-aufs-ganze.de

 
LEA startet Ganztags-Online-Befragung
Montag, den 19. Mai 2014 um 00:00 Uhr

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA) startet eine Online-Befragung zum schulischen Ganztag. „Wir bemühen uns seit Jahren, die Qualität der ganztägigen Betreuung zu verbessern“, sagt LEA-Vorstandsmitglied Lili Gries. „Nun ist der Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme gekommen.“

Der LEA ist der Überzeugung, dass Transparenz und Kommunikation wesentliche Kriterien sind, damit guter Ganztag gelingt. Daher hoffe der LEA, durch die Befragung positive Beispiele zu finden, die als "best practice" Vorbilder für andere Standorte genutzt werden können. Sollte an anderen Standorten noch Raum für Verbesserungen sein, wird der LEA diese Informationen ebenfalls aufgreifen und umgehend an die zuständigen Fachbehörden weiterleiten.

Die Umfrage richtet sich an die Eltern der Schüler und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Eine Teilnahme ist nur bis einschließlich 25.Juni 2014 möglich. Die Umfrage ist auf der LEA-Homepage hinterlegt und kann über folgenden Link aufgerufen werden:

http://fragebogen.lea-hamburg.de/

Um Doppelungen auszuschließen ist zu Beginn eine Registrierung per Email notwendig, die Umfrage erfolgt dennoch anonym.

Die flächendeckende Einführung der ganztägigen Betreuung an Schulen für Vorschulklassen bis Klasse 8 (Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre) in Hamburg im Schuljahr 2013/2014 läuft mittlerweile seit einigen Monaten. „Dies nehmen wir zum Anlass, um mit Hilfe einer Online-Umfrage ein Stimmungsbild der Teilnehmer von GBS/GTS zu erhalten“ erklärt Lili Gries, Vorstandsmitglied vom  Hamburger Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung (LEA).

Neben der Befragung steht der LEA grundsätzlich immer als Ansprechpartner zu allen Fragen betreffend der Nachmittagsbetreuung an GBS Standorten zur Verfügung.

 
LEA, GEW und Elternkammer fordern: Qualität im schulischen Ganztag jetzt verbessern!
Donnerstag, den 08. Mai 2014 um 19:24 Uhr

Im Rahmen einer Demonstration hat der Landeselternausschuss für Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) heute zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Elternkammer Hamburg Verbesserungen am schulischen Ganztag gefordert. Bei einer
Abschlusskundgebung am Gänsemarkt sagte LEA-Vorstandsmitglied Björn Staschen: „Es muss darum gehen, was unsere Kinder brauchen – nicht darum, was ein Schulsenator für machbar hält.“
Zentral für eine Verbesserung von GBS (Ganztägige Betreuung und Bildung an Schulen) und GTS (Ganztagsschule nach Rahmenkonzept) sei die Verzahnung von Vor- und Nachmittag. Erzieher müssten auch morgens, Lehrer auch nachmittags vor Ort sein. Dafür müsse der
Senat zusätzliches Geld bereitstellen. „Lehrer und Erzieher müssen in den Stand versetzt werden, miteinander zu reden und zu arbeiten, statt sich nur immer wieder zu übergeben“, sagte Staschen. „Unsere Kinder sind immer da - warum sollten also diejenigen, mit denen sie ihren Alltag teilen, kommen und gehen?“
Zudem forderte Staschen erneut geeignete Räume zum Spielen, Toben und Ausruhen. „Schulen sind heute ein Lebensraum für unsere Kinder, in dem sie sechs, sieben oder acht Stunden verbringen. So müssen sie auch gestaltet sein“, verlangte Staschen.
Verbesserungen forderte der LEA auch beim Schulessen. „ Es geht nicht darum, wie sich möglichst viele Kinder in möglichst kurzer Zeit verköstigen lassen, oder darum, wie sich die Essensausgabe möglichst gut organisieren lässt. Es geht darum, was unsere Kinder
brauchen“, erklärte Staschen.
Ziel sei, gemeinsam - Schüler, Eltern, Erzieher, Lehrer und Senat – das bestmögliche für unsere Kinder zu erschaffen. „Einen Lebensraum Schule, der seinen Namen verdiene“, so der LEA.
Ausdrücklich lobt der LEA die gute Zusammenarbeit mit Elternkammer und GEW bei der Vorbereitung der Demonstration: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich Erzieher, Lehrer und Eltern gemeinsam für bessere Rahmenbedigungen einsetzen“, so LEAVorstandsmitglied Lili Gries. Auch mit vielen Trägern gebe es gute Gespräche mit dem Ziel, den schulischen Ganztag zu verbessern. Wichtig sei nun, dass der Senat das nötige Geld dafür auch bereitstelle.

Hinweis:
Die Demonstration Beginnt um 17.30 an der Moorweise (Dammtor). Der Zug setzt sich gegen 17.45 Uhr in Bewegung und endet gegen 18 Uhr mit einer Kundgebung am Gänsemarkt.

 
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